Montag, 15. August 2016

Aus den Geheimakten des TLD 2: Ein kosmisches Portrait

Schon früh begann Johnny Bruck für die Titelbilder der PERRY RHODAN-Serie nicht nur Planeten-, Personen- und Raumschiffszenerien zu malen. Das geradezu ikonisch gewordene Abbild Perry Rhodans auf dem Cover von Roman Nummer 19 »Der Unsterbliche« war das erste Portrait mit kosmischem Hintergrund. (Ein für die PERRY RHODAN-Serie und darüber hinaus vielfach genutztes und variiertes Motiv, über das bei Gelegenheit an dieser Stelle auch einmal berichtet werden wird.) Auch Heft 2 »Die dritte Macht« oder Heft 13 »Die Festung der sechs Monde« zeigen mehr oder weniger Portraits mit kosmischem Hintergrund, aber noch nicht in der Ausführlichkeit und Detailfülle wie das Titelbild zu Heft 19. Passend zum Thema der Unsterblichkeit vereint Bruck die Darstellung Perry Rhodans und die kosmische Weite. Diese Motivverbindung »Portrait/Personendarstellung und Kosmos« zeigt Brucks Meisterschaft vor allem bei Jubiläumsbänden.


Doch auch bei »regulären« Titelbildern kommen diese Motive zum Tragen. 
1985 erschien der 1234. Roman der PERRY RHODAN-Serie aus der Feder von Ernst Vlcek unter dem Titel »Piratensender Acheron« mitten im Zyklus um die Chronofossilien. Ein Zyklus, der sich inhaltlich mit der kosmischen Bedeutung und Bestimmung der Menschheit auseinandersetzt, sodass es nur folgerichtig auch entsprechende kosmische Motive gibt. Das Bruck-Titelbild zeigt dabei vermutlich Iris alias Srimavo, die Inkarnation einer Kosmokratin, also einer höheren Wesenheit, und im Roman selbst wird die Auseinandersetzung mit einer weiteren Kosmokrateninkarnation geschildert, nämlich Gesil, die später Perry Rhodans Gefährtin werden sollte. Im Roman unterliegt Srimavo/Iris ihrer Gegnerin Gesil und wird von einem Terraner namens Leonard Frood gerettet. Das Titelbild dürfte im Vordergrund den Retter Frood mit der geretteten Srimavo zeigen und im Hintergrund entweder Gesil oder die (erschöpfte) Srimavo im Großformat. Umrahmt ist das Ganze mit der kosmischen Weite, die man auch von anderen Bruck-Bildern in ähnlicher Schönheit und Eindringlichkeit kennt.


Beeindruckender, unverfälscht gewissermaßen, sind Brucks Titelbilder natürlich vor allem dann, wenn das Bild ohne Schriftzüge, Preisetikettierung und den anderen Bestandteilen eines Heftromancovers gezeigt wird.
Die 3. und 5. Auflage der PERRY RHODAN-Serie bot dazu immer wieder mal Gelegenheit, denn dort wurden in den zweiwöchentlich erscheinenden Paperbacks jeweils zwei Romane in einem Band zusammengefasst und dabei auch zwei Titelbilder gebracht, eines davon, zumindest zeitweise, ohne jedes »Beiwerk«.


Auch Heft 1234 erschien in der 3. und 5. Auflage. In letzterer auf der Paperback-Rückseite ohne Schriftzug, Logo und dergleichen.

Wie bei manch anderen Bruck-Titelbildern auch, wurde ebenso das Titelbild von Heft 1234 mehrfach verwendet und dabei teils seitenverkehrt dargestellt. 



 


Das Bild wurde 2006 für den Silberband 94 »Die Kaiserin von Therm« verwendet, der damit den Bardioc-Zyklus beginnt, der weit vor dem Chronofossilien-Zyklus spielt, dem »Ursprungszyklus« des 1234er-Romans.
Doch ist die Weite und Schönheit des Kosmischen, wie Bruck sie auf solchen Bildern eingefangen hat, durchaus passend für die Thematik um die Kaiserin von Therm und BARDIOC und somit durchaus gelungen in der Auswahl für den Silberband, auch wenn es streng genommen inhaltlich nicht passt. Vor allem bei der Hologramm-Optik der Silberbände kommt so ein Motiv natürlich gut zur Geltung. 



Nochmals verwendet wurde das Bild im WeltCon-Buch aus dem Jahr 2011 als Illustration für den Artikel über die Audio-Produkte der PERRY RHODAN-Serie. 


Und auch für die Hörbuch-Version des zugrunde liegenden Silberbandes 94, die sogenannte Silber-Edition, wurde ebenfalls das Titelbild von Heft 1234 verwendet.
(Idee: rf; Text: gh; © Abbildungen: Pabel-Moewig Verlag KG)

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