
Wir trafen César am Wormser Bahnhof, wo man über der Tür schon sehen kann, dass man in der Nibelungenstadt Worms angekommen ist.
Und das traf sich bestens, denn César interessiert sich sehr für Geschichte. Wie übrigens auch ein gewisser Mausbiber, als der ich ja schon so manche uralte Hinterlassenschaft untersucht habe im Zuge meiner Abenteuer mit Perry.

Ich wäre natürlich lieber Mohrrüben gefolgt, aber gut, man kann nicht alles haben.

Auch dem wohl ältesten jüdischen Friedhof in Europa statteten wir einen kurzen Besuch ab, bevor wir eine erste Pause in einer kühlen Kirche einlegten.

Auf unserem weiteren Weg zum Rhein tauschten sich alle angeregt mit César aus. Und dabei ging es nicht nur um meine und Perrys Abenteuer. Man unterhielt sich über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Brasilien und Deutschland und die Themen reichten dabei von Wirtschaft und Politik über Fußball und Karneval bis zu Film, Fernsehen und Musik.
Bei einer weiteren Pause im Schatten des mediterran gestalteten Innenhofs der Martinskirche wurde dann vor allem über meine und Perrys Abenteuer gefachsimpelt.
Bevor wir schließlich die Gaststätte am Rhein erreichten, wo es regionale kulinarische Spezialitäten für alle gab und für mich endlich ein paar Mohrrüben, besuchten wir noch die sogenannte Woogbrücke. Diese wurde vor einigen Jahren bei Bauarbeiten wieder entdeckt und ist nunmehr zu besichtigen. Was César ebenfalls interessant fand, da in seiner Heimat nicht immer so respektvoll mit solchen historischen Wiederentdeckungen umgegangen wird.


Ha, und man versuchte den Scherz, mich hinter die Brückenabsperrgitter zu stecken. als ob alle vergessen hätten, dass ich Teleporter bin und mich so etwas nicht hält. Zudem könnte ich die Gitterstäbe einfach telekinetisch verbiegen. Na, wenigstens gab es für diesen Scherz ein paar Spargelspitzen für mich extra zur Entschädigung.
Nach dem Essen und bevor wir César wieder zum Bahnhof begleiteten, machten wir noch halt am Hagen-Denkmal. Dort sieht man, wie Hagen von Tronje, ebenfalls eine wichtige Figur der Nibelungensage, den Nibelungenschatz im Rhein versenkt. Doch Hagen hat den Schatz sicher nicht an dieser Stelle versenkt, jedenfalls wurde er bislang nicht gefunden. Wenn es denn überhaupt ein Goldschatz war. Manche sagen nämlich, dass es sich bei diesem Schatz um die alten Legenden, Traditionen und Geschichten gehandelt hat. Na, das fände ich eine schöne Vorstellung, denn dann wären die Geschichten, die man über Perry und einen rato-castor wie mich erzählt, auch ein Schatz. Noch dazu einer, der Leser über die Grenzen hinaus verbindet.
(Text: gh; Fotos: sp & gh)
Sehr schöner Bericht, so was freut mich!
AntwortenLöschenDankeschön. Und Gucky bleibt dran. 😉
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