Donnerstag, 28. Mai 2015

Wem gehört die Zeit? – Spekulationen zur Serie beim Mai-Stammtisch 2015



v.l. Roger, (Jan versteckt), Heiko, Roman, Sabine (© Birgit Fischer)
Ein immer wieder beliebtes Thema bei unseren PERRY-Stammtisch-Abenden in Mannheim ist die Frage, wie der Kurs bis Band 3000 aussehen möge. Seit einiger Zeit diskutieren Roger und ich auf den monatlichen Treffen über eine konsequente Weiterentwicklung des Zwiebelschalenmodells – erleben wir im aktuellen Zyklus um das Atopische Tribunal die Erweiterung dieses Modells um eine weitere Stufe? Einige der Themen die auf den Stammtischen heiß diskutiert worden sind: Die »neuen« UItimaten Fragen vs. die »alten«. Insbesondere die jeweils Dritte.


Was ist eine Atopie, »der Ort außerhalb der Zeit«?
Was genau ist das Atopische Tribunal?
Wer steht tatsächlich dahinter und hat ein Interesse an Eingriffen in die Zeit?
Warum wirft man PERRY RHODAN neben dem Weltenbrand die Eliminierung der negativen Superintelligenzen KOLTOROC und Seth-Apophis vor?

Die Beantwortung dieser Fragen wird sicher über Heft 2850 hinausgehen und bildet möglicherweise den Weg zu Band 3000. Basierend auf den Überlegungen, die Roger und ich angestellt haben und die wir mit dem geballten Wissen und der Unterstützung der anderen Stammtischbesucher verfeinert haben, ist folgende Spekulation über eine solche Erweiterung des Zwiebelschalenmodells entstanden:

Um die Idee einer Erweiterung in den richtigen Kontext zu bringen, muss man zunächst einige Überlegungen über den Aufbau des Multiversums anstellen. Aus vergangenen Zyklen wissen wir, dass das Multiversum aus mehreren Universen besteht, die nebeneinander existieren. Sie alle sind durchsetzt von Kosmonukleotiden wie DORIFER, die das GESETZ repräsentieren und den umliegenden Bereich beeinflussen.

Da nichts Gegenteiliges bekannt ist, kann man vermuten, dass diese Kosmonukleotide in jedem Universum dieselbe absolute Position haben und somit konstante Faktoren des Multiversums sind. Die Universen liegen wie verschiedene Phasen aufeinander sind quasi deckungsgleich. Räumlich gesehen würden sie sich wohl überschneiden. Doch nehmen wir für einen Augenblick an, alle Universen wären Scheiben und würden aufeinander liegen. Damit lässt sich das Multiversum mit seinen Kosmonukleotiden wie folgt darstellen:

Die Punkte auf einer Scheibe markieren diese absoluten Positionen der Kosmonukleotide. In dieser Darstellung sind sie untereinander, d.h. in jeder Scheibe an der gleichen Stelle. Die gezogene Verbindungslinie zwischen den Universen ist das GESETZ, das das Multiversum durchzieht. So stellen die Kosmonukleotide eine multiversale Verbindung zwischen allen Universen dar. Hier noch einmal der Hinweis: Die Darstellung ist vereinfacht und diese Linie muss nicht zwingend eine messbare Distanz sein. In jedem Universum beeinflusst das Kosmonukleotid einen kugelförmigen Bereich um sich herum, aber auf jeder Scheibe ist das Kosmonukleotid an derselben Stelle. Mehrere Kosmonukleotide decken mit ihrem Einfluss somit das Multiversum ab und beeinflussen es durch das GESETZ.

Natürlich gibt es in jedem Universum Unterschiede zu anderen (Vergleich: In unserem Lokal gibt es 10 Tische, auf einem steht eine Kiste, auf einem anderen ist voll eingedeckt, ein dritter ist leer, etc.). Ein Beispiel der Unterschiede im PERRY RHODAN-Universum (Meekorah) ist z.B. die Galaxie Hangay. Während Hangay in Tarkan existierte, war diese absolute Stelle in Mekoorah leer. Als Hangay transferiert wurde, hat es also vermutlich seine absolute Position im Universum nicht geändert, wohl aber sein beheimatetes Universum.

Wie allgemein bekannt, haben die Komsokraten und Chaotarchen den Blick auf das Multiversum und können verschiedene Universen wahrnehmen. Sie sind damit die höchste bekannte Instanz des Zwiebelschalenmodells. Was wäre, wenn es über den hohen Mächten eine weitere Zwiebelschale gäbe? Eine Entwicklungsstufe, welche die für die hohen Mächte unbeeinflussbare Variable kontrolliert, nämlich das Fortschreiten der Zeit.

Kommen wir dafür kurz zurück zu den Kosmonukleotiden. Ein Kosmonukleotid als Repräsentanz des GESETZES zeigt verschiedene Versionen der Zukunft, d.h. verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten bzw. Zustände für die Gegenwart plus 1 Minute (t+1); plus 2 Minute und sowie unendlich weitere zukünftigen Zeitpunkte. In mehreren Gesprächen haben Roger und ich diskutiert, dass diese Zukünfte eine Bedeutung für diese Thematik um das Atopische Tribunal haben.


Heiko zeichnet das Zwiebelschalenmodell (© Roman)
Man könnte das vorgestellte multiversale Modell ebenfalls auf die Thematik der Zeit anwenden. Anstatt mehrere Universen parallel zu sehen, betrachten wir meine Zukunft in z.B. einer Minute: Wird jemand anrufen? Wird der Postbote klingeln? Wird der Strom ausfallen? Wird mein Laptop abstürzen? Wird draußen jemand so wie gestern in mein geparktes Auto reinfahren? Wird gar nichts passieren? Es existieren viele Zukunftsmöglichkeiten nebeneinander und alle haben eine entsprechende stochastische Eintrittswahrscheinlichkeit. Das wollte uns Pend an Bord der WIEGE DER LIEBE mitteilen. Es besteht die Möglichkeit, dass jemand einen Blick auf diese verschiedenen Zustände in der Zukunft hat, vergleichbar zu dem Blick den die hohen Mächte auf das Multiversum haben. Sprich Wesen, die neben dem Multiversum auch verschiedene Zeiten sehen, so genannte Tempokraten.

Diese Wesen wären im Einklang mit den zwei dritten ultimaten Fragen: Was ist das GESETZ und wer hat es initiiert? / Wem gehört die Zeit? Wir vermuten, dass insbesondere die dritten ultimaten Fragen tatsächlich die gleiche Information darstellen. Die Antwort auf beide Fragen ist: Die Tempokraten.

Warum greifen diese Wesen mit ihrem verlängerten Arm, dem Atopischen Tribunal, in die Niederungen ein und verurteilen Perry Rhodan? Neben dem Weltenbrand habe er außerdem noch den Tod der beiden negativen Superintelligenzen KOLTOROC und Seth-Apophis zu verantworten, heißt es schon in PR 2700. Als Befehlshaber von TRAITOR hat KOLTOROC mit Sicherheit eine wichtige Rolle im multiversalen Streit zwischen Ordnung und Chaos gespielt. Sein Tod könnte durchaus einen großen Einfluss auf den Erfolg des Chaos haben und damit das Wechselspiel zwischen den beiden Seiten verändern. Durch seinen Tod könnte eine große Anzahl (aus unserer Sicht nicht so toller) Entwicklungsmöglichkeiten der Zukunft weggefallen sein. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Möglichkeiten in denen die Ordnung das Chaos dominiert, haben sich verändert, verbessert. Dies ist eine Störung des Zeit-Gefüges! Der Weltenbrand, so wichtig er auch sein wird, wäre demnach nur die Spitze des Eisbergs. Nachdem in naher Zukunft der Weltenbrand das vordergründige Thema sein wird, könnten die anderen Aspekte mit Blick auf 3000 an Bedeutung gewinnen und diese weitere Zwiebelschale entwickeln. Thema bzw. Titel von Band 3000: »Wem gehört die Zeit?« 

(hh)

Kommentare:

  1. Das ist echt eine gute Spekulation! So könnte es wirklich ablaufen.

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  2. Laut den vorliegenden Geschichten leite ich folgendes Denkmodell zur Grundlegung des Zwiebelschalenmodells ab: Da die Lebensformen in ihrer Entwicklung sich zu Superintelligenzen formen, die in der Hauptsache im fünfdimensionalen Bereich - mit einem kleinen Anker im 4D-Raumzeitkontinuum - existieren, der danach folgende Evolutionssprung via Materiequellen und -senken zu Kosmokraten bzw. Chaotarchen, sich vollends den Einschränkungen des 4D-Raumzeitkontinuums entzieht, folgere ich dass bereits ab den Superintelligenzen die gesamte Zeitspanne eines Universums (=Chronoversum) von "außen" in seiner Gesamtheit (also von Anfang bis Ende) zu sehen ist. Gleiches gilt für die Atopen aus den Jenzeitigen Landen, die außerhalb des Chronoversums und derem Zeitstrahl, existieren. Die ultimaten Fragen richten sich nach der Schöpfung der Wirklichkeit im Gesamtem und deren Schöpfern "GESETZGEBERN" ... Also aus dem Transkomsischen Territorium (inkluded Jenseits der Materiequellen und JenZeitige Lande) kann bequem auf das Werden und Vergehen in den Universen des Multiversums blicken. --- Unabhängig von dieser "Korrektur" gefällt mir die Speku zu den Tempokraten grundsätzlich gut. Hier muß man aber die Sicht auf die Wirklichkeit nicht so "eindimensional" setzen (siehe Korrektur des PR-kosmologischen Modells) und auch nicht auf die Polyrealität vergessen ...

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    1. Danke für den Kommentar, Adolf Faber. Auch ein interessantes Denkmodell.

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